Geschichte der Mariengrotte

Mitten im Wald der Familie Kemkemer befindet sich ein Altar. Diese Grotte ist jedes Jahr das Ziel von Bittgängen und kleineren Wallfahrten oder auch nur Ruhepunkt um einige Minuten abschalten zu können.

 

Zu den erwähnten Andachten kommen jedes Jahr Besucher nicht nur aus Boxbrunn, sondern auch aus den angrenzenden Ortschaften.

 

 

Die Grotte wird während des ganzen Jahres gepflegt und mit Blumen geschmückt. Früher versorgte Johanna Schäfer die Grotte mit frischem Blumenschmuck, heute wird dies von Inge Farrenkopf und Fridolin Stier erledigt.

 

 

Zur Geschichte:

 

Im Frühjahr des Jahres 1956 wurde diese Mariengrotte errichtet. Die Idee dazu hatte der damalige Kaplan Erich Höfling, der in der Zeit von 1954 bis 1957 in Boxbrunn war.

 

Er war es auch, der zusammen mit seinen damaligen Ministranten einen geeigneten Platz in den Wäldern um Boxbrunn gesucht und gefunden hatte.

 

Die teilweise schweren Steine, die für den Bau dieser Grotte notwendig waren wurden von den Ministranten aus der Umgebung geholt, teilweise von 30 bis 50 Meter bergabgelegenen Steinhaufen.

 

Die unentgeltlichen Maurerarbeiten wurden von Herrmann Throm aus Kirchzell durchgeführt.

 

Von den damaligen Ministranten, die an der Grotte arbeiteten sind nur noch Robert Schäfer, Leander Trunk und Konrad Hilbert bekannt. Diese wurden durch Burkard Herkert, Helmut Grimm, Josef Gayer, Otmar Scholl und Fridolin Stier mit Pferdewagen unterstützt.

 

Nach Fertigstellung der Mariengrotte wurde von der Familie Hilbert eine Marienstatue, der Muttergottes von Lourdes gestiftet. Diese existiert bis heute und stand Jahr für Jahr in der Grotte.

 

Die Zeit ging nicht spurlos an der Grotte vorüber. So wurde 1994 ein Steinkreuz, dass auf der Spitze der Grotte angebracht war gestohlen.

 

In den letzten Jahren wurden auch einige Renovierungsarbeiten durchgeführt.

 

Anfang der 90er Jahre restaurierte Gottfried Schork aus Kirchzell die Marienstatue.

 

Vor ca. 13 Jahren renovierten Robert Schäfer und Fridolin Stier die Mauern, indem diese neu verfugt wurden und die Außengestaltung wurde ebenfalls neu angelegt, so dass der Blumenschmuck noch besser zur Geltung kommen kann.

 

1999 wurden die Zufahrt und der Vorplatz erneuert. Dazu wurden von der Jagdgenossenschaft Boxbrunn und der Firma Trützler die Materialien, wie den Schotter, gestiftet.

Einer der Steine am Vorplatz der Grotte ist ein Teil der ehemaligen Kanzel aus der Kirche St. Wendelin.

 

2004 wurde die inzwischen durch Witterungseinflüsse stark beschädigte Marienstatue durch Fridolin Stier ersetzt.

 

Am 13. Juli 2009 wurde nun das Steinkreuz wieder errichtet. Dieses Kreuz wurde in mühevoller Handarbeit von Martin Lindemans hergestellt.

 

Die Bilder zeigen die Wiederaufrichtung des Kreuzes und weitere Ansichten der Grotte.